Die passende Speichergröße hängt nicht nur von der Größe deiner Photovoltaikanlage ab. Entscheidend sind vor allem dein Stromverbrauch, dein Verbrauchsverhalten und die geplante Nutzung des Speichers.
Bei einem klassischen PV-Speicher sollte die Batterie so dimensioniert sein, dass sie regelmäßig geladen und wieder entladen werden kann. Ein zu großer Speicher verursacht höhere Anschaffungskosten, ohne automatisch mehr Ersparnis zu bringen.
Als Orientierung spielen insbesondere diese Faktoren eine Rolle:
- jährlicher Stromverbrauch
- Leistung der Photovoltaikanlage
- Stromverbrauch am Abend und in der Nacht
- Wärmepumpe oder Elektroauto
- gewünschter Autarkiegrad
- dynamischer Stromtarif und Netzladen
- Lade- und Entladeleistung des Speichers
Für PV-Anlagen empfiehlt die HTW Berlin als technische Obergrenze eine nutzbare Speicherkapazität von maximal etwa 1,5 kWh je 1 kWp PV-Leistung und maximal 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch.
Ein Haushalt mit beispielsweise 4.000 kWh Jahresverbrauch benötigt daher nicht automatisch einen 10- oder 15-kWh-Speicher. Häufig kann bereits eine nutzbare Kapazität im Bereich von etwa 5 bis 6 kWh sinnvoll sein.
Anders kann die Situation aussehen, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder ein dynamischer Stromtarif genutzt wird. Moderne Speicher können gezielt günstigen Netzstrom aufnehmen und diesen später zu Zeiten höherer Strompreise bereitstellen. Dadurch kann auch eine größere Speicherkapazität sinnvoll werden.
Die optimale Speichergröße entsteht deshalb immer aus dem Zusammenspiel von Verbrauch, Erzeugung, Leistung und der gewünschten Betriebsstrategie – nicht allein aus der Größe der PV-Anlage.